Pad Thai: Thailändische gebratene Reisnudeln

© Qin Xie-Krieger

Pad Thai © Qin Xie-Krieger

Was für ein Sommer! Das heiße Wetter erinnert mich total an meinen Aufenthalt in Thailand letztes Jahr. Wir waren im Oktober und November dort, als das Wetter in Thailand noch „harmlos“ war. Trotzdem war es jeden Tag zwischen 30 und 40 Grad heiß! Bei so einem Wetter hatte ich meistens kaum Appetit, nicht mal für mein Lieblings Thai-Gericht: Roter Curry.

Zum Glück gibt es noch Pad Thai: Die gebratenen Reisnudeln mit fruchtiger Tamarinde-Sauce. Der leicht säuerliche Geschmack war genau richtig für das heiße Wetter mit grellen Sonnenstrahlen. Nur man muss in Thailand ganz schön aufpassen, nicht eine überzuckerte Pad Thai auf den Teller zu bekommen.

Das war eine große Überraschung für meine kulinarische Erfahrung in Thailand: Ich hätte nie damit gerechnet, dass Thailänder so gerne süß essen, dass sie vielen Gerichten tatsächlich ordentlich viel Zucker hinzufügen. Und es war oft so süß für mich, dass ich kaum einen zweiten Biss hinunter bekam. Auf süße Pad Thai bin ich während meiner Reise in Thailand einige Male gestoßen. So süß haben diese Reisnudeln geschmeckt, dass es mir vorkam, als ob ich gerade ein Dessert aß. 😉

Pad Thai-2

Pad Thai © Qin Xie-Krieger

Die beste Pad Thai habe ich in der Umgebung von Chang Mai gegessen. Es war auf einer eintägigen Erlebnistour in einer Elefanten-Farm, wo die missbrauchten oder verlassenen Elefanten aufgenommen werden. Wir haben nicht nur an Elefanten unzählige Bananen verfüttert, einen kleinen Spaziergang mit den“riesen Ohren“ im Wald gemacht, sondern auch noch mit denen in einem kleinen See gebadet und sie anschließend mit einer riesigen und harten Bürste geputzt. In der Mittagspause haben wir alle Pad Thai serviert bekommen. Es war köstlich! Nicht zuviel Zucker, genau in richtiger Balance zwischen sauer und süß, mit knackigen Sojasprossen. Ein leichtes und super leckeres Mittagessen bei dem Ü30-Wetter.

Daher sehnte ich mich wortwörtlich nach Pad Thai, als das heiße Wetter bei uns im Süden andauernd über 30 Grad blieb. Keine Ahnung, wie lange es das Wetterchen noch gut mit uns meint. Also, macht Euch an Eure Pad Thai! Es geht schnell, ist leicht und total lecker! 🙂

Zutaten (2 Portionen):

150g getrocknete breite Reisnudeln (3mm)
100g Riesengarnelen (geschält)
2 EL getrocknete Krabben
150g Sojasprossen
30g Lauchgrün (klein geschnitten)
1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
2 Schalotten (fein gehackt)
2 Eier (leicht verquirlt)
1 rote Thai-Chili (entkernt, fein gehackt)
3 EL + 2 EL Rapsöl
Salz und Pfeffer

Für die Tamarinde-Sauce:
1 ½ EL Tamarinde-Püree (Asia Shop)
4 EL Fischsauce
30g Palmzucker

Zum Garnieren:
1 Limette (in Spalten geschnitten)
50g geröstete Erdnüsse

Zubereitung:

  1. Die Reisnudeln in lauwarmem Wasser ca. 30 Minuten einweichen und anschließend im Sieb abtropfen lassen.
  2. Nun die Sauce: Die Zutaten für die Sauce in einen kleinen Saucentopf geben, bei mittlerer Hitze so lange kochen, bis der Palmzucker komplett aufgelöst ist.
  3. In einem Wok oder einer großen Pfanne 3 EL Öl kurz erhitzen, die Nudeln hinzufügen und ca. 1 Minute wokken, dabei ständig rühren. Die Tamarinde-Sauce dazu geben, gut vermengen. Die Nudeln an die Seite des Woks schieben. Weitere 2 EL Öl in den Wok geben, Knoblauch, Chili, Lauchgrün und Schalotten hinzufügen, ca. ½ Minute anschwitzen lassen. Dann die Garnelen und getrocknete Krabben darin 1 Minute braten, alles an die Seite des Woks schieben. Anschließend die verquirlten Eier in den Wok geben und eine Minute stocken lassen. Alles zusammenmischen. Die Sprossen zum Schluss dazu geben, ganz kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Mit Limetten-Spalten und gerösteten Erdnüssen garnieren. Sofort servieren.
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