Genmaicha-Mousse au Chocolate-Tarte mit Aprikosen 玄米茶杏撻

© Qin Xie-Krieger

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Was ist denn Genmaicha? Das fragt ihr bestimmt gerade, falls ihr euch getraut habt, diesen Beitrag anzuklicken. 😉

Eins kann ich euch sagen: Das Anklicken hat sich auf jeden Fall gelohnt! Denn ihr werdet heute meinen Lieblingstee kennen lernen. 😀

© Qin Xie-Krieger

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Obwohl ich den Geruch des Kaffees sehr schätze, bin ich aber gar kein Kaffee-Trinker. Dagegen trinke ich unheimlich gerne Tee: Europäische Tees wie z.B. Früchtetee und Kräutertee trinke ich zwar auch gern, jedoch sind grüner Tee, Jasmintee, Oolong-Tee, weißer Tee und Co. deutlich meine Favoriten.

Während meiner Reise in Japan vor einem Jahr habe ich Genmaicha für mich entdeckt. Seitdem steht dieser wohlschmeckende Tee mit besonders mildem Geschmack stets auf Platz eins meiner Rangliste des Tees.

Genmaicha

© Qin Xie-Krieger

Nun zu der Antwort auf eure Frage: Genmaicha ist eine Sorte Grüntee mit gerösteten Reiskörnern. Laut japanischer Legende führt der Ursprung dieses Tees zu einem Kyoto-Teehändler zurück. Angeblich soll er Genmaicha durch Zufall (wie bei den meisten leckersten Essen in allen Ländern) erfunden haben, indem aus Versehen ein paar Brocken von einem Reisküchlein in seinem Tee gelandet sind. Er hat den Tee trotzdem getrunken und fand den zusätzlichen Geschmack des gebackenen Reisküchleins zu dem Tee sehr lecker. Danach hat er seinen grünen Tee mit gerösteten Reiskörnern gemischt und verkauft. Es war ein Bestseller!

Genmaicha © Qin Xie-Krieger

Genmaicha © Qin Xie-Krieger

Ob diese Story stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich gehe davon aus, dass mindestens Chinesen und Koreaner Einspruch einlegen werden. Denn diese zwei Länder haben auch ähnliche Versionen vom Grüntee mit geröstetem Reis. Die sehr enge Vernetzung der Kulturen und Traditionen dieser drei Nachbarländer macht alles nicht wirklich einfacher.

Aber für mich ist es nicht wichtig, wer diesen tollen Tee erfunden hat. Hauptsache ist, dass er erfunden wurde! Und ich heute den Genmaicha genießen darf! 😉

Im Vergleich zu den gängigen grünen Tees ist Genmaicha deutlich milder. Der bittere Geschmack des grünen Tees wird durch den Röst-Geschmack der Reiskörner besänftigt.

Genmaicha

Genmaicha

Beim Aufgießen des heißen Wassers (80 Grad) steigt der unverwechselbare, verführerische Duft der gerösteten Reiskörner in die Nase. Es ist absolut ein Genuss mehrerer Sinne! Daher unbedingt eine Teekanne mit großer Öffnung benutzen, um dieses tolle Riech-Erlebnis in vollen Zügen zu genießen.

Die japanische Version von Genmaicha mag ich am liebsten. Denn die geschickten Japaner haben in ihren Genmaicha noch ein wenig Macha hineingemischt. Dieses gemahlene besonders hochwertige Grüntee-Pulver verleiht japanischem Genmaicha nicht nur ein besonderes Aroma von Macha sondern auch noch eine tolle leicht grüne Farbe. Wenn es um Ästhetik geht, haben es die Japaner einfach drauf!

© Qin Xie-Krieger

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Also, lange Worte kurzer Sinn: Für mein neues Experiment mit Tarte hatte ich dieses Mal ein Auge auf Genmaicha. Falls ihr letzten Sommer schon meinen Blog verfolgt habt, kennt ihr dann schon die Pfirsich-Eistee-Tarte. Heute habe ich eine Schwester-Version: Aprikose-Genmaicha-Tarte für Euch!

Wenn ihr noch mehr Lust auf mehr Tee-Dessert bekommen habt, schaut mal unbedingt die Grüntee-Mousse au Chocolate an. Viel Spaß mit dem tollen Sommer! 🙂

Zutaten:

Für den Teig:
250g Weizenmehl
100g Puderzucker
100g Butter
1 Ei

Für den Belag:
200g weiße Schokolade
400g Sahne
3 Eigelb
5 TL Genmaicha (Asia Shop)
6-8 reife Aprikosen

Zubereitung:

  1. Für den Teig: Siehe bitte das Rezept von Pfirsich-Eistee-Tarte.
  2. Für die Genmaicha-Creme: 150g Sahne in einem Topf aufkochen, vom Herd nehmen, Genmaicha dazu geben. Die Tee-Sahne-Mischung ca. 10 Minuten ziehen lassen. Die Mischung durch ein Sieb laufen lassen, Teeblätter und Reiskörner entfernen. Danach die Schokolade darin unter Rühren schmelzen lassen. Die Schokoladensahne abkühlen lassen. Die restliche Sahne in einem hohen Rührbecher steif schlagen. Die Eigelbe in einer Schüssel schaumig schlagen. Zuerst die Schokoladensahne unterrühren, dann die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.
  3. Die Creme auf die mittlerweile abgekühlte Tarte verteilen und die in Spalten geschnittenen Aprikosen darauf legen. Die Tarte im Kühlschrank über Nacht stehen lassen.
  4. Mit einer Tasse frisch gebrühten Genmaicha servieren. Lecker…
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2 Gedanken zu „Genmaicha-Mousse au Chocolate-Tarte mit Aprikosen 玄米茶杏撻

  1. shootingvienna

    Habs leider noch nicht nach Japan geschafft aber Gen mai cha hab ich auch total gerne, am liebsten habe ich aber eine Sencha Matcha Mischung 😉 Gen mai cha mit Marillen kann ich mir gut vorstellen, kommt auf die To-Do liste! Klingt aufjedenfall besser als Marille Rosmarin find ich 😉

    Antwort
    1. Qin Autor

      Sencha ist echt auch ein toller Tee, den ich auch sehr gerne trinke. 🙂 Coole Idee mit den Marillen. Es hört sich gut an. Viel Spaß damit! 🙂

      Antwort

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