Grüntee Amaretti-Kekse

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Früher kannte ich diese italienischen Mandelplätzchen nur als Fertigprodukt aus dem Supermarktregal. Eigentlich mochte ich sie nicht besonders, da die industriell hergestellten Amaretti-Kekse für meinen Geschmack viel zu süß und auch viel zu hart sind. Nach Mandeln schmecken die auch nicht wirklich richtig. Wie kam es denn dann dazu, dass ich diese Kekse mal selbst backen wollte?

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OK, ich muss zugestehen, dass daran die Liebe schuld war. Amaretti sind die Lieblingskekse meines Mannes (was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte). Damit wollte ich ihn mal richtig überraschen. Denn er kannte ja meine „Abneigung“ gegenüber Amaretti und hätte nie damit gerechnet, dass ich mal selbst Amaretti backen würde.

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Dann war auch noch dieses Dinner Club Event vor einigen Tagen. Für das Dessert „Norwegisches Braunkäse-Eis“ wollte ich ein paar hausgemachte Grüntee-Kekse dazu legen. Vor einigen Wochen hatte ich gerade ein tolles Rezeptbuch gekauft: „Die echte italienische Küche“. Beim Durchblättern ist mir das Rezept von Amaretti sofort ins Visier geraten. Damals dachte ich mir, meinen Mann damit zu überraschen.

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OK, wie wäre es dann mit Grüntee Amaretti? Ich spielte mit diesem Gedanken in meinem Kopf. Ich konnte mir ganz gut vorstellen, dass der mild bittere Geschmack des Grüntees sehr gut zu dem Mandelgebäck passen würde. Denn man gibt ja auch Bittermandelaroma bei dem Original-Rezept in den Teig. Also, einige Eiweiß hatte ich noch im Kühlschrank, die vom Backen gestern übrig geblieben sind. Super, dann konnte ich die auch loswerden! 🙂

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Sofort legte ich mich ins Zeug. Es ist ein relativ einfaches Rezept. Ich muss nur den Grüntee-Geschmack irgendwie in das Gebäck integrieren. Ich könnte das japanische Macha-Pulver verwenden. Das wäre dann sehr einfach. Dazu bräuchte ich nur das Pulver unter die gemahlenen Mandeln zu geben. Fertig! Dennoch war es mir bewusst, dass der Geschmack dieses exklusiven Grüntee-Pulvers sehr intensiv ist und alle anderen Geschmäcke überdecken könnte. Daher bevorzugte ich die Grüntee-Blätter, die ich von unserer letzten Reise nach Taiwan mitgebracht habe. Damit die trockene Konsistenz der Grüntee-Blätter beim Verspeisen nicht stört, mahle ich diese im Häcksler. Eine winzige Portion vom Macha-Pulver habe ich nur wegen der schönen grünen Farbe verwendet.

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Das Ergebnis war überraschend gut! Die Plätzchen schmeckten mir sogar richtig gut! Der Geschmack vom Grüntee war deutlich erkennbar, dennoch nicht zu dominant. Dessen leicht bitterer Geschmack verleiht den süßen und nussigen Plätzchen eine erfrischende Note. Bei dem Dinner Club Event habe ich zu den Grüntee-Amaretti den guten japanischen Pflaumenwein serviert, damit meine Gäste die Amaretti-Kekse darin eintunken konnten. Ich war sehr froh zu sehen, dass die Gäste meine neue Kreation in vollen Zügen genossen haben.

Eins war sicher: Es war bestimmt nicht das letzte Mal für mich Amaretti zu backen und zu essen. 😀

Zutaten (ca. 50 St.):

250g gemahlene und blanchierte Mandeln
200g Zucker
180g Eiweiß
1 EL Grüntee-Blätter (zu Pulver mahlen)
1 TL Vanille-Aroma (optional)
1/2 TL Macha-Pulver (Asia-Shop)
Puderzucker zum Bestäuben.

Zubereitung:

  1. Mandeln, gemahlene Grüntee-Blätter, Macha-Pulver, Vanille-Aroma mit Zucker in einer Rührschüssel gut mischen.
  2. Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und löffelweise unter 1 ziehen, bis das Eiweiß komplett eingearbeitet ist.
  3. Das Backblech mit Backpapier bedecken. Die Hälfte der Mandelmasse in einen Spritzbeutel  mit glatter Tülle füllen. Kügelchen mit einem Durchmesser von ca. 2,5cm auf das Blech spritzen, ca. 2 Stunden ruhen lassen.
  4. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Amaretti ca. 60 Minuten backen. Zwischendurch überprüfen, ob die Plätzchen schon die gewünschte Härte erreicht haben.
  5. Amaretti aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
  6. Zum Eintauchen den japanischen Pflaumenwein oder den ebenso leckeren italienischen Dessertwein Vin Santo verwenden.
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5 Gedanken zu „Grüntee Amaretti-Kekse

  1. Julias Buchblog

    Sieht hübsch aus (auch wenn die Farbe in ungebackenem Zustand schöner ist!), und da ich dieses Jahr auch glutenfreie Kekse backen muss, wandert das Rezept auf meine Weihnachts-Plätzchenliste.

    LG, Julia

    Antwort
    1. Qin Autor

      Hallo Julia,

      stimmt, die Farbe geht beim Backen leider ziemlich verloren. Dafür schmecken sie aber echt gut. 🙂 Viel Spaß dann beim Backen!

      Liebe Grüße,
      Qin

      Antwort
  2. Renate

    Das Rezept ist prima, die Bilder farblich und technisch genial. Man möchte sofort in einen Keks hinein beißen und ihn genießen.
    Ich freue mich schon auf das nächste Rezept.
    Renate

    Antwort
  3. Kiki

    Sieht sehr lecker aus und die Bilder sind sehr schön. Schade bei Macha find ich immer, dass das Backgut nach dem Backen leider die Farbe nicht behält…

    Antwort
    1. Qin Autor

      Hallo Kiki,

      ich freue mich, dass die Bilder dir gefallen haben. Was der Farbe betrifft, stimme ich dir zu. Um die schöne Farbe von Macha behalten zu können, nutzt man das Pulver am besten für Dessert, das nicht gebacken muss. Ich habe mal ganz am Anfang ein Rezept von Grüntee Mousse au Chocolate gepostet. Da war die schöne grüne Farbe von Macha sehr gut zu sehen. Diese Grüntee Amarettis sehen zwar nicht so grün aus, aber ein klein bisschen grüne Kerne haben sie doch beibehalten. 🙂

      Liebe Grüße,
      Qin

      Antwort

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